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Wenn Betriebssysteme Fluggesellschaften wären

DOS-Airlines
Alle schieben das Flugzeug an, bis es abhebt, dann springen alle auf und lassen das Flugzeug trudeln, bis es wieder auf den Boden schlägt. Dann schieben wieder alle an, springen auf...

DOS-mit-Qemm-Airlines
Genau wie bei DOS, nur ist nun mehr Platz f√ľr die F√ľ√üe beim Anschieben.

MAC-Airlines
Alle Stewards, Stewardessen, Piloten, Gep√§cktr√§ger und Ticketverk√§ufer sehen gleich aus, bewegen sich gleich und sagen das gleiche. Wenn man nach Details fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort: Das m√ľsse man nicht wissen, und es laufe schon alles richtig. Man sollte also lieber still sein.

Windows 3.x-Airlines
Das Flughafen-Terminal ist sch√∂n bunt, die Stewardessen und Stewards freundlich. Man gelangt ohne Probleme an Bord, ein reibungsloser Start - pl√∂tzlich und ohne jegliche Verwarnung st√ľrzt dann das Flugzeug ab.

Windows95/98-Airlines
Das Flughafen-Terminal ist bunter denn je. Die Mannschaft superfreundlich. Um allerdings ein Ticket zu kaufen muss man vorher einen Fragebogen ausf√ľllen, in dem Daten wie Familienstand, Anzahl der bisherigen Geschlechts-Partner, Mitgliedschaft in politischen Vereinigungen usw. eintragen mu√ü. Hat man dies getan, so findet auch ein Blinder alleine den Weg ins Flugzeug. die Maschine rollt an, hebt ab - und st√ľrzt wegen √úberladung auf das Flughafengeb√§ude.

OS2-Airlines
Um an Bord des Flugzeuges zu kommen, muss man sein Ticket zehnmal stempeln lassen und in zehn unterschiedlichen Schlangen anstehen. Dann f√ľllt man ein Formular aus, in dem man angeben muss, wo man sitzen m√∂chte, und ob der Sitzplatz wie in einem Schiff, einem Zug oder einem Bus aussehen soll. Wenn es einem gelingt, an Bord zu kommen und wenn das Flugzeug tats√§chlich vom Boden abhebt, hat man einen wunderbaren Flug... au√üer, wenn die H√∂hen und Seiten-Ruder einfrieren. In diesem Fall hat man jedoch noch gen√ľgend Zeit, sich auf den Absturz vorzubereiten.

Unix-Airlines
Jedermann bringt ein St√ľck des Flugzeuges zum Flughafen mit. Alle gehen auf die Startbahn und setzen das Flugzeug St√ľck f√ľr St√ľck zusammen. Dabei diskutieren sie fortw√§hrend, welche Art von Flugzeug sie gerade zusammenbauen.

VMS Airlines
Megacarrier mit weltweiter Ju52-Flotte. Passagiere streiken zur Zeit gegen Umstellung auf moderneres Fluggerät. Spezialisiert auf Formationsflug in kleinen Gruppen mit spektakulären Crashmöglichkeiten.

NT Airlines
Alle gehen auf die Startbahn, sagen im Chor das Passwort und bilden die Umrisse eines Flugzeugs. Dann setzen sich alle auf den Boden und geben Ger√§usche von sich, als w√ľrden sie wirklich fliegen.

Linux Airlines
Wir sammeln die Teile des Flugzeugs, die w√∂chentlich in einer Illustrierten als Bastelbogen erscheinen, schneiden sie sch√∂n zurecht, kleben sie alle zusammen und malen sie dann noch bunt an. Dann starten wir das Flugzeug und hoffen, da√ü es bei einer Ozean√ľberquerung nicht ins Wasser f√§llt und die Pappteile sich dabei aufl√∂sen. Benutzen wir NFS, kann man auf den Ozean verzichten, um das Aufl√∂sen hervorzurufen. In diesem Fall entstehen auch keine Zeugen des Ungl√ľcks, Sitze und Passagiere l√∂sen sich vorher in Nebel auf.

Solaris 2.3 Airlines
Wir besteigen das wartende Flugzeug, werden von dem netten Flugpersonal begr√ľ√üt und nehmen bequem Platz. Das Flugzeug startet normal, aber in ca. 1000m H√∂he stellen wir fest, dass Piloten und Stewardessen soeben mit einem Fallschirm abgespungen sind, ohne uns vorher zu warnen. Leider sind auch keine weiteren Fallschirme an Bord und der Autopilot ist direkt auf den S√ľdpol eingestellt. Der Versuch man autopilot in den Bordcomputer einzugeben, wird von diesem freudig mit einem Shutdown started begr√ľ√üt. Danach setzt sich automatisch der Bordfilmprojektor in Gang und w√§hrend wir uns in den Sinkflug versetzt f√ľhlen, erfreut uns dieser mit Dr. Seltsam - oder wie ich lernte die Bombe zu lieben.

IRIX Airlines:
Das Flugzeug ist sehr wohlgeformt ('designed') und bunt, die Stewardessen gutaussehend und der Pilot wirkt sehr adrett. Man weist uns h√∂flich unsere Pl√§tze zu, sofort beginnen nette Filmchen zu laufen und lenken uns vom eigentlichen Geschehen ab - hoppla, da sind wir ja schon gestartet! Auf die Frage, ob man denn auch ein anderes Programm sehen k√∂nnte, weist die Stewardess freundlich l√§chelnd darauf hin, dass das zwar prinzipiell m√∂glich sei, man dazu jedoch die Verdrahtung der Fernbedienung ein wenig modifizieren m√ľsste. Von gelegentlichen Programmst√∂rungen abgesehen, verl√§uft der Flug ruhig, so dass wir entsetzt Auffahren, als der Pilot uns kurz vor dem Aufschlag auf arktischem Packeis mitteilt, da√ü leider der Sprit alle ist.

IRIX 5.2 Airlines
Sie schlagen auf dem Packeis auf, das Flugzeug explodiert und sie werden wie durch ein Wunder unverletzt ins Freie geschleudert. Bei Windst√§rken von 200 km/h und Au√üentemperaturen von -30 Grad kriechen sie √ľber das Eis, verlieren bei einem Pinguinangriff noch das linke Bein und k√∂nnen sich in ein Iglu schleppen. Innen erwartet sie ein kaltes (was denn sonst?) Buffet, sie befinden sich pl√∂tzlich sicher im Tokio Airport und stellen fest, dass sie die ganze Zeit mit einer fantastischen Flugsimulation unterhalten worden sind. Ihr Gep√§ck wurde schon ins Hotel gebracht, bis auf einen kleinen Koffer, auf dem aus Versehen nroff draufstand.

SINIX-Air
Die G√§ste nehmen im Flugzeug Platz, in dem etwa nur die H√§lfte der normalen Pl√§tze vorhanden sind. Der restliche Platz ist mit allerlei Zubeh√∂r vollgestopft wie Fallschirm und Schleudersitz f√ľr jeden Gast. Daf√ľr bezahlt der Fluggast etwa das doppelte des regul√§ren Preises, aber wo SINIX draufsteht, ist auch SINIX drin. Kurz vor dem Start m√ľssen alle Passagiere wieder aussteigen, weil sofort noch ein paar notwendige Verbesserungen eingebaut werden. Nach einer kurzen Dauer von etwa zwei Tagen k√∂nnen die Passagiere wieder Platz nehmen. Kurz vor dem Start m√ľssen... (etc, etc)
Nachdem diese Prozedur etwa 20-50 mal wiederholt worden ist, stellt die Flugaufsicht fest, dass der Flugzeugtyp total veraltet ist und sofort ein neues Modell bestellt werden muss. Das gibt's zwar erst in ein paar Monaten, aber daf√ľr k√∂nnen sofort wieder 20-50 Verbesserungen eingebaut werden...

NeXTair (NeXTAIR, NEXTAIR - sie wechseln öfter mal den Namen)
Die Passagiere kaufen ihre Tickets mit einem Bild des Pr√§sidenten auf jedem) und werden mit Bussen zur Intel Aerospace Inc. gefahren, um dort ihr Flugzeug auszusuchen. Einmal darin, finden sie perfekte, wohlgeformte Sitze vor, jeweils mit eigenem Monitor, Telefon und Fax sowie Videospiele. Sie beginnen sich richtig wohlzuf√ľhlen, als pl√∂tzlich eine Stewardess erscheint. Auf die Frage nach einem Essen verteilt sie nur 3 der 7 Zutaten und sagt: "Kann das hier denn niemand selber zubereiten?"

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